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Fünf alte Kriegskameraden kommen wieder zusammen, um noch einmal alles zu riskieren: Tom „Redfly“ Davis, William „Ironhead“ Miller, Santiago „Pope“ Garcia, Francisco „Catfish“ Morales und Ben Miller waren bei den US-amerikanischen Spezialkräften, wo sie sich aus vielen brenzligen Situationen befreien konnten und für ihr Land alles riskiert haben, ohne dass sich dafür jemand groß bedankt hätte. Jetzt versammeln sie sich zu einer Mission, die sie nur für sich selbst machen: Im Dreiländereck von Paraguay, Argentinien und Brasilien will das Team eine große Menge Geld stehlen. Problem: Das Geld gehört dem gefährlichsten Drogenkartell des Planeten. Als die Nummer nicht läuft, wie geplant, werden die Fähigkeiten der Ex-Soldaten getestet wie nie zuvor – und jeder muss sich fragen, ob moralische Grenzen und Loyalitäten nun noch irgendeinen Wert haben…

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Würde Triple Frontier, der neue Film des A Most Violent Year-Regisseurs J.C. Chandor, am 13. März im Kino starten, wäre die Vorfreude vermutlich immens: Ein interessanter Regisseur, ein toller Cast und ein viel versprechendes Produzententeam um Kathryn Bigelow (Zero Dark Thirty) – welches Actiondrama der letzten Jahre kann sich damit groß messen? Doch die Umstände sind ein wenig anders. Nicht nur erscheint Triple Frontier am 13. März "nur" auf Netflix, der Film hatte seit 2010 bereits mit riesigen Produktionsproblemen zu kämpfen. Erst sollte Bigelow selbst Regie führen und Tom Hanks (The Circle) sowie Johnny Depp (Mord im Orient Express) die Hauptrollen übernehmen, dann traten sowohl Bigelow wie auch Hanks und Depp (und später auch Tom Hardy und Channing Tatum) vom Projekt zurück und der Film verschwand im Hollywood-Limbo. Als herausgekramte Neuverwertung einer bereits verworfenen Idee, die von Paramount wie aus dem Nichts an Netflix verkauft wurde und die somit an Filme wie Mogli: Legende des Dschungels oder The Cloverfield Paradox erinnert, kommt Triple Frontier augenscheinlich schon gar nicht mehr um den zwangsläufigen Flop herum.

Und tatsächlich fällt das Endprodukt in die Kategorie ehemaliger Kinoproduktionen und nun abgeschobener Streamingfilme , die auf Netflix gerne das Gefühl von Unfertigkeit evozieren. Das bedeutet im Fall von Triple Frontier aber nicht, dass der Film nicht trotzdem überzeugen kann. Dafür sorgen  vor allem die gelungene Prämisse sowie die  konsequente Erzählform des Films. Beginnt Triple Frontier noch als waschechter Militärmachostreifen im Stile der 80er-Jahre-Arnie-Kracher (Commando lässt grüßen), entwickelt sich Chandors Actiondrama  ganz schnell zu einem bissigen Kommentar auf eben jene gewalttätigen Männlichkeitsideale, die im Actiongenre sonst so gerne zelebriert werden. Eine Dekonstruktion des militaristischen Massenmörderideals kann man sagen, der Kampfsituationen stets als gewaltsam und emotional verstörend entlarvt und seinen Figuren im Zuge ihrer Taten nur selten echte Katharsis gewährt. Ein Blick auf den Autoren des Films Mark Boal, der sich bereits für Filme wie Detroit oder Tödliches Kommando - The Hurt Locker verantwortklich zeigte, genügt um diesen Eindruck zu zemmentieren.

Leider übernimmt sich Triple Frontier mit diesem beachtenswerten Vorhaben aber auch immer mal wieder. Die dünnen Figuren mit den großen Knarren werden durch den angesprochenen inhaltlichen Kniff leider nur marginal vertieft. Zwar funktioniert die Männergruppe aus Ben Affleck (Justice League), Oscar Isaac (Auslöschung), Charlie Hunnam (King Arthur: Legend of the Sword), Pedro Pascal (Wonder Woman 1984) und Garrett Hedlund (Pan) untereinander überraschend gut, dennoch darf man als Zuschauer nur selten über den emotional beschränkten Tellerrand der Figuren hinausblicken. Auch hätte der letzte Akt des Films durchaus noch eine Spur erbarmungsloser und gar böser ausfallen dürfen, um die Botschaft des Films wirklich nachhaltig zu übertragen. Triple Frontier läuft hier ein wenig ins Leere, wirkt nicht hundert prozentig zu Ende gedacht und wirkt auch inszenatorisch in manchen Momenten etwas schludrig, ganz als ob die Macher hier unter Zeitdruck bei der Filmproduktion gestanden hätten.

Das lenkt aber nicht davon ab, dass Triple Frontier trotz 2 Stunden Laufzeit und einigen Problemen in den Bann ziehen kann, dass er gelungen mit altbekannten Motiven spielt, diese konsequent dekonstruiert und auch seinen Darstellern Luft zum miteinander und gegeneinander Agieren lässt. Das wird dann einige Actionfans vermutlich enttäuschen, liegt bei Triple Frontier nämlich nicht das Kawumm im Fokus, belohnt aber jeden Zuschauer, der sich auf den Ton des Films einlässt, mit einer interessanten Perspektive auf das Actiongenre.

Fazit

Mag "Triple Frontier" auch mit den typischen Kino-gone-Netflix-Krankheiten kämpfen, namentlich einem etwas unfertigen Eindruck sowie inszenatorischen und inhaltlichen Nachlässigkeiten, überzeugt J.C. Chandors ("A Most Violent Year") Actiondrama mit einer tonal überraschend konsequenten Dekonstruktion des typischen Macho-Militärideals, das weniger auf großes Kawumm setzt und mehr die Emotionalität seiner überzeugend gespielten Figuren in den Fokus rückt. Sehenswert.

Autor: Thomas Söcker

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