{{ tweet.login }}

{{{ tweet.body | format }}}

Wird geladen...

×
×

Erwähnungen

×

Benachrichtigungen

Inhalt

Im Jahre 1988 fuhr Brösel ein Rennen gegen seinen Freund Holger. Dieser fuhr einen roten Porsche, Brösel den „Red Porsche Killer“, ein viermotoriges Motorrad. Brösel verlor. Zwanzig Jahre später hat Brösel, wie schon in Beinhart von sich selbst gespielt, gerade seinen 13. Werner-Comicband fertig gestellt, den sein Verleger Seidel allerdings nicht veröffentlichen will, da die Leute heutzutage nur noch Mangas lesen. Frustriert beschließt Brösel, nach Korsika zu fahren, um einen Flachköpper zu machen, einen Kopfsprung in knietiefes Wasser (Die Rahmenhandlung des vierten Werner-Films Gekotzt wird später, 2007), stößt dabei allerdings mit dem Kopf an einen Stein und stirbt offenbar. Sein Tod beschert ihm unverhofft neuen Ruhm, der neue Comicband, den Seidel stiehlt und posthum veröffentlicht, wird zum Kassenschlager. Zu Brösels Ehren soll sogar das legendäre Rennen von 1988 wiederholt werden. Seine Leiche befindet sich derweil in einem korsischen Kühlhaus – untragbar, finden Brösels Freunde vom MC Klappstuhl und beschließen kurzerhand, nach Korsika zu fahren und Brösels Leiche (der, soviel sei verraten, nicht ganz tot ist), in die Heimat zu überführen.

  • Kq5tgkrdovgv5fzgn5xyw9rwqsj
  • Xbgmk4tenpgsdcahauuaw8ltt1j
Quelle: themoviedb.com

Kritik

Kennen Sie Werner Wernersen? Wenn die Antwort auf diese Frage „Nein“ lautet, sind Sie wahrscheinlich jünger als 18 Jahre. Zur Erklärung: Werner Wernersen ist die autobiographisch angehauchte Comicfigur des deutschen Comiczeichners Rötger Feldmann, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Brösel. Seit seinem Debüt im Jahre 1981, hat es Werner auf mehrere Comicbände und insgesamt vier Filme gebracht und seinem Schöpfer Brösel Ruhm und Wohlstand. Mittlerweile ist Brösel allerdings verarmt und vergessen – so lautet jedenfalls die Geschichte des mittlerweile fünften Werner-Films, Werner – Eiskalt.- Und dann auch wieder nicht.

Wie schon Beinhart mischt „Werner – Eiskalt“ Realfilm-Sequenzen mit Zeichentrickabschnitten. Im Gegensatz zum ersten „Werner“-Film, bei dem diese Abschnitte noch klar voneinander getrennt waren, ist hier der Übergang jedoch dieses Mal fließend, wodurch allerdings die Struktur stark aufgeweicht wird. Das ist auch das Problem des Films; die fehlende Struktur. Der Plot ist überall und nirgends, der Film scheint sich nicht entscheiden zu können, ob es jetzt um Brösels anscheinenden Tod, Brösel und seine Fehde mit Holger, oder Werner und seine Fehde mit Holger geht. Die einzelnen Szenen haben meistens keinen Bezug zur übergreifenden Handlung und scheinen ins Leere zu laufen.


Es gibt aber auch Gutes. Wenn der Film lustig ist, dann ist er richtig lustig, und auch wenn die Zeichentrickabschnitte schlecht miteinander und mit der Handlung verknüpft sind, so stimmt der Humor doch zu jeder Zeit – vorausgesetzt man findet Gefallen am anarchischen Fäkalhumor, für den die Werner-Comics berüchtigt sind. Die autobiographischen Züge Werners werden dabei überdeutlich betont. Wie auch der Übergang zwischen Zeichentrick und Realfilm, ist der Übergang zwischen Brösel und Werner fließend, die Realfilm-Pendants vieler Figuren aus den Comics (wie z.B. Meister Röhrich) haben mehr oder weniger große Auftritte. Die schauspielerischen Leistungen in den Realszenen sind hierbei durchschnittlich. Niemand sticht sonderlich heraus, weder im Guten noch im Schlechten, abgesehen vielleicht von Brösel, dem man anmerkt, dass er kein Schauspieler ist. Das lässt sich aber verschmerzen, weil sich diese Parts nicht sonderlich ernst nehmen und sich eher anfühlen wie ein Zeichentrickfilm, worauf Regisseur Gernot Roll vermutlich auch abgezielt hat. Ein gewisser Hang zum Trash lässt sich dabei natürlich nicht verbergen, was allerdings eher zum Flair des Films beiträgt.

Fazit

Letztendlich reicht dies aber auch nicht, um Werners fünften Ausflug auf die Leinwand zu retten. Dabei ist Eiskalt kein wirklich schlechter Film, allerdings beileibe auch kein guter, und definitiv der Tiefpunkt der Serie.

Autor: Thomas Repenning

Wird geladen...

×