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Es ist das Bild einer amerikanischen Vorzeigefamilie, das der angebliche Computervertreter Harry Tasker (Arnold Schwarzenegger) samt Frau und Tochter verkörpert. Doch zugegeben beherrscht er die Rolle des fürsorglichen Vaters nicht sehr gut, dafür ist er in etwas anderem viel besser. Als Topagent im Dienste der US-Regierung bereist er die Welt, um sie vor fanatischen Terroristen zu schützen. Die Ereignisse überschlagen sich, als der Topterrorist Salim Abu Aziz (Art Malik) die USA mit einer Nuklearwaffe bedroht. Doch bevor die Sache richtig ins Rollen kommt, muss sich Harry mit einer viel aufreibenderen Aufgabe herumschlagen: Seine Frau Helen (Jamie Lee Curtis) scheint ebenfalls ein Doppelleben zu führen…
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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Jeder kennt James Bond, wie er lockerleicht die Superschurken dieser Welt reihenweise abfertigte. Der Charmeur ist ein Lebemann, wie er im Buche steht, und noch hat sich kaum jemand vorgestellt, wie es wäre, wenn auf ihn ein Haus und Familie wartete. Arnold Schwarzenegger wäre bei diesem Was-wäre-wenn-Szenario nicht die nachvollziehbarste Wahl gewesen, und trotzdem handelt dieser „Ääctionfuim“ genau davon. Wo Schwarzenegger und James Cameron draufsteht, ist auch ordentlich Rumms drin, aber auch sehr viel Humor sowie eine erstaunlich biedere Jamie Lee Curtis.

Wie ganz der Alte stolziert unser Superagent in ein Schweizer Nobelschloss hinein und mischt dabei das Festgelage auf, lockere Sprüche und typische James Bond-Action inklusive. Die Einführung zeigt ziemlich genau auf, mit was Cameron hier kokettieren will. Das Thema kann als Parodie verstanden werden, denn die Inszenierung des Filmbeginns zeigt augenzwinkernd, wie Schwarzenegger mal locker eine halbe Armee austrickst bzw. umballert und dabei noch ein paar routinemäßige Stunts vollzieht. Danach hält der Alltag Einzug in das Leben Harry Taskers, und hier wird schnell klar, dass der Mann nicht allen Lebenslagen gewachsen ist. Eine Ehefrau, die konservativer nicht sein könnte, die klauende Tochter, die sich am liebsten mit Motorradmachos abgibt, ebenso wie sein Agentenpartner, der sein Leben neu organisieren muss.

Diese zweigleisige Geschichte bleibt in vielen Facetten interessant und auch recht ausführlich beschrieben. Das Filmteam leistete hier ganze Arbeit, indem die Schnitte die Story immer weiter vorantreiben und dabei die verschiedenen Nebenstränge nicht vernachlässigen. Da gibt es wirklich viel zu entdecken, was aber auch ab der zweiten Spielhälfte gut zusammengeführt wird. Hier und da wird zwar etwas Wichtiges hinten angestellt, wenn z.B. Jamie Lee Curtis´ Paradeauftritt die eigentlichen Terroristen mal ganz außen vor lässt, um sie dann nach der Abhandlung sofort wieder auf den Plan zu bringen. Das sind ein paar kleine Patzer, die man vernachlässigen kann. Ansonsten zeigt Cameron das, was er am besten kann – sinn- und gehaltvolle Actionkost.

Hier wird nicht nur ordentlich viel Blei verschossen, sondern auch interessante Ideen mit auf den Weg gebracht. Jetzt darf auch mal ein Pferd in der Großstadt als „Gefährt“ in einer Verfolgungsjagd eingesetzt werden, oder „Arnie“ in den Pilotensitz eines Senkrechtstarters gesetzt. Gar etwas Cameron-untypisch wurde hier eine gehörige Portion Humor draufgepackt. Selbst unseren Actionstar kann man nicht in jeder Szene ernst nehmen, so dass das Gesamtbild schon etwas in Richtung „Last Action Hero“ tendiert. Nach vielen ernsten Rollen der Marke „Phantomkommando“ ist das eine erfrischende Abwechslung geworden, die sogar durch die deutsche Synchronfassung noch witziger ausgefallen ist. Die etwas schwafeligen Dialoge sind dadurch nicht ganz schlecht geworden, da kann die ein oder andere Verbalverknotung schon mal am Geduldsfaden des Zuschauers zupfen.

Besonders darf man Arnie hoch anrechnen, dass seine früheren Ausflüge ins Komödienfach nicht umsonst gewesen sind. Hier werden keine Bodybuildingshows mehr aufgezogen, sondern auch mal andere Gesichtszüge verlangt. Schwarzenegger zieht hier alle Register, die er zu ziehen imstande ist. Trotzdem muss er sich der unvergesslichen Performance von Jamie Lee Curtis geschlagen geben, die den Wandel, den ihre Figur durchmacht, zu jeder Zeit wunderbar verkörpern kann (und im unvergesslichen Auftritt als falsche Prostituierte gipfelt). Einen Golden Globe hat sie somit zu Recht eingeheimst. Da kann es auch egal sein, dass so manch unpassender Part zu verkraften ist. Ein schwafelnder Tom Arnold beispielsweise wäre ertragbarer gewesen, wenn er nicht permanent anderen ins Wort fallen müsste, und der Exklusiv-Cameo von Charlton Heston hat auch keine wirkliche Daseinsberechtigung. Da macht ein sich in die Hosen machender Bill Paxton doch schon mehr Spaß.

Fazit

Man kann nach Fehlern suchen, wie man will – bei Cameron-Projekt jüngeren Datums fällt dies regelmäßig schwer. Man kann „True Lies“ den Hang zum Geschwätz nachsagen, dennoch ist das Werk eine runde Agentenfilmparodie mit Witz geworden. Da stimmt die Action, der Humor und darüber hinaus die Story, und macht noch lange nicht an tollen Schauspielerleistungen Halt, der eine wandelbare Überraschung in Person von Jamie Lee Curtis zeigt. Hier werden Klischees bedient und gleichzeitig leicht überzogen, so dass man mehr sieht als nur oberflächlichen Klamauk oder Standardaction.

Autor: Sascha Wuttke

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