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Rey (Daisy Ridley), mit den Erfahrungen ihres ersten großen Abenteuers in den Knochen, geht bei Luke Skywalker (Mark Hamill) auf dem Inselplaneten Ahch-To in die Lehre. Luke ist der letzte Jedi, der letzte Vertreter des Ordens, auf dem die Hoffnung ruht, dass Frieden in der Galaxis einkehrt. Doch die Schergen der Ersten Ordnung lassen Meister und Schülerin in der Insel-Idylle nicht lange in Ruhe. Und einer von Lukes ehemaligen Schützlingen, Kylo Ren (Adam Driver), hat die finstere Mission noch längst nicht beendet, die ihm Snoke (Andy Serkis) auftrug…

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Kritik

Seitdem sich Disney die Rechte am Star Wars-Franchise sicherte, läuft die Produktion auf Hochtouren. Etliche Filme sind über die nächsten Jahre geplant, von Fortsetzungen bis hin zu diversen Spin-Offs. Als J.J. Abrams 2015 mit Star Wars: Episode VII - Das Erwachen der Macht den Startschuss gab, erntete der Neuanfang zwar viel Lob, aber auch Kritik. Denn Das Erwachen der Macht ruhte sich zu sehr auf Altbekanntem aus und kopierte letztendlich sogar gesamte Handlungsabläufe aus der alten Trilogie. Nichtsdestotrotz: Das Erwachen der Macht ist ein stark inszenierter Star Wars-Film, der die Kassen weltweit mit einem Einspielergebnis von über 2 Milliarden Dollar mächtig klingeln ließ.

Für Star Wars: Die Letzten Jedi zeigt sich diesmal Rian Johnson (Looper, Brick) verantwortlich, J.J. Abrams zog sich vom Regieposten zurück, war aber noch als Produzent beteiligt. Die Letzten Jedi knüpft genau da an, wo sein Vorgänger endete. Die Rebellen, angeführt von Prinzessin Leia, setzen ihren Kampf gegen die Erste Ordnung erbittert fort, Finn erholt sich auf der Krankenstation, während Rey den geheimen Rückzugsort von Luke Skywalker aufgesucht hat. Alle Figuren wurden zuvor schon mehr oder weniger in Stellung gebracht, die Handlung ins Rollen gebracht und auf offene Fragen, die Abrams noch nicht beantworten wollte, erwartet man langersehnte Antworten. Wer sind beispielsweise Reys Eltern? Warum zog Luke Skywalker ins Exil? Was ist zwischen ihm und seinem Schüler Kylo Ren vorgefallen? Steckt noch Gutes in Kylo Ren? Warum ist die Macht in Rey so stark? Woher kommen ihre Visionen? Damit stehen die Zeichen um den neuen Film im Grunde recht gut, da ihm eine passende Vorlage gegeben wird, aus der er nun reichlich schöpfen kann.

Streckenweise tut sich Star Wars: Die Letzten Jedi aber schwer damit, seine Handlung sinnvoll voranzubringen. Auch wenn zumindest einige der oben gestellten Fragen beantwortet werden, was mal mehr, mal weniger befriedigend ausfällt, fühlt sich der Film für seine stolze Spielfilmdauer von immerhin 150 Minuten doch etwas dünn an, und dadurch auch zu lang. Die Handlung schreitet nur langsam voran und macht keine bedeutsame Entwicklung. Einige Erzählstränge, beispielsweise der von Finn, der sich auf die Suche nach einem Codeknacker (Benicio Del Toro) zu einem Casino begibt und dabei in ein Abenteuer gerät, das inszenatorisch fast schon an überdrehte George Lucas-Zeiten erinnert, füllen einfach nur belanglos die Zeit auf. Auch Reys Zusammentreffen mit Luke Skywalker erreicht nicht die epischen Ausmaße, die man hier hätte erwarten können. Und wenn der geheimnisvolle Snoke nun endlich die Bühne betritt, macht sich ebenfalls schnell Ernüchterung breit angesichts dessen, wie mit der Figur nach all dem Lärm zuvor letztendlich umgegangen wird.

Einen Teil der Schuld trägt bei all dessen der zum Einsatz kommende Humor, der ganz Star Wars: Die Letzten Jedi durchzieht. Klar, jeder Star Wars-Film hat seine humorvollen Momente, sie gehören dazu und machen einen Teil des Charmes aus. In Die Letzten Jedi jedoch ist die Dosis gefühlt zu hoch ausgefallen und durch den kindlichen Stil hin und wieder regelrecht peinlich. Das ist vor allem dann ärgerlich, wenn solche Einschübe ganz aufdringlich in Szenen gepackt werden, wo sie nicht hingehören, was jegliche Dramaturgie oder Epik im Keim erstickt.

Technisch ist der Film wieder weitestgehend in Höchstform, auch wenn der CGI-Einsatz gern geringer hätte ausfallen können, wie es noch bei Das Erwachen der Macht oder auch Rogue One der Fall war. Rian Johnson scheint bewusst einen effektlastigeren Weg einzugehen, was stilistisch nicht immer die ästhetischste Entscheidung ist. Aber das ist vermutlich Geschmacksache.

Das Wiedersehen mit altbekannten Figuren erfreut selbstverständlich das Fan-Herz, erzeugt diesmal aber nicht mehr ganz solch nostalgische Glücksgefühle wie im Vorgänger (den Vorteil hat man zuvor bereits ausgespielt), dennoch ist es schön, dass Luke Skywalker (Mark Hamill) nun endlich wieder aktiv beteiligt ist, auch wenn sein Handlungsstrang nicht die epische Bandbreite nutzt, die er eigentlich verdient hätte. Prinzessin Leias Rolle wurde derweil ausgebaut und eigentlich auf einen weiteren Auftritt für den nächsten Film vorbereitet, durch den vorzeitigen Tod von Carrie Fisher wird es dazu leider nicht mehr kommen. Sehr schade.

Ist Star Wars: Die Letzten Jedi nach all der genannten Kritik nun ein verhunzter Film? Nein, keinesfalls, nur muss man ehrlich eingestehen, dass er hätte deutlich besser sein können. Die Erwartungen an einen neuen Star Wars-Film sind enorm hoch, und das kann die achte Episode an vielen Stellen einfach nicht halten, was zu Frust und Enttäuschung führt. Als Fan wird man vermutlich dennoch seinen Spaß haben, Star Wars: Die Letzten Jedi hat trotz seiner Fehler auch schön inszenierte Szenen, die die Stimmung heben. Und auch der Faszination, die das Franchise für gewöhnlich ausstrahlt, kann man sich nicht gänzlich entziehen, auch hier nicht. In seinen besten Momenten entfesselt auch der neue Film einen gewissen Zauber auf den Zuschauer. Nur leider halten sie die einprägsamen Momente diesmal im Rahmen. 

Fazit

Mit ihrer achten Episode ist der Weltraum-Saga leider nicht der große Wurf gelungen. Dazu wirkt das Drehbuch an vielen Stellen einfach zu undurchdacht, was dazu führt, dass die Geschichte sich in Belanglosigkeiten verfängt oder nicht gekonnt mit ihren Figuren umzugehen weiß. Schafft man es, solch Ungereimtheiten auszublenden, zeigt sich auch "Star Wars: Die Letzten Jedi" als durchaus spaßiges Blockbuster-Kino mit gewissen Vorzügen. Doch von einem Film aus dem Franchise darf man ruhig mehr erwarten, vor allem wenn ihm eine geeignete Vorlage gegeben wird, wie es hier der Fall war.

Autor: Sebastian Stumbek

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