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Zwei schwitzende, muskelbepackte Körper, ein Boxring, der Underdog, der durch hartes Training die Herzen der Zuschauer gewonnen hat, auf der einen, der überhebliche Champion auf der anderen Seite. Dazu ein alter, weiser Trainer, ein motivierender Song „Eye of the Tiger“ und das Love Interesst, das an der Ringecke auf den Protagonisten wartet. Spätestens seitdem Sylvester Stallon im Kultfilm „Rocky“ eben jene Formel angewandt hat, kamen im Laufe der Jahre etliche Kopien auf die Leinwand, von denen zwar keine an das Original heranreichte, doch dank der, zugegebener maßen sehr simplen Formel, ist der Sportsflick ein extrem beliebtestes Genre, vor allem in den 80er- und 90ern Jahren.

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Nun schert sich Clint Eastwood jedoch wenig über Konventionen, oder festgefahrene Schemata, und so brachte er 2004 mit „Million Dollar Baby“ einen Film ins Kino, der sich durch sein Setting deutlich von anderen Genre Vertretern abhebt. Ein weiblicher Boxer, starker Fokus auf den Interaktionen zwischen den Charakteren und weniger der Fokus auf den eigentlichen Kämpfen, dies sind nur einige der Markenzeichen des Films. 

Frankie Dunn (Clint Eastwood) galt früher als der beste Cutman den man in der Ringecke haben konnte, doch der in die Jahre gekommene Boxveteran arbeitet nun lieber als Manager für den aufstrebenden Boxchampion „Big“ Willie Little (Mike Colter). Dieser steht kurz vor einem Titelkampf um den Weltmeistergürtel, nachdem er zuvor viele Jahre lang von Frankie trainiert wurde. Nachdem dieser den Kampf ein weiteres Mal verschieben möchte lenkt Willie ein und wechselt kurzerhand zu Mickey Mack (Bruce MacVittie), einem skrupellosen Manager, dem nur das Geld und weniger die Gesundheit seiner Boxer am Herzen liegt. Zur Gleichen Zeit betritt die junge Maggie Fitzgerald (Hilary Swank) zum ersten Mal Frankies Boxstudio, in dem sie nach kurzer Zeit sowohl den Besitzer, als auch dessen besten Freund Eddie „Scrap-Iron“ Dupris (Morgan Freeman) kennenlernt. Ihr größter Traum ist es von Frankie Dunn persönlich trainiert zu werden, dieser lehnt jedoch vehement ab, da sie nicht nur viel zu alt ist, sondern obendrein auch noch über keinerlei Boxerfahrung verfügt. Und vor allem trainiert ein Frankie Dunn grundsätzlich keine Frauen.

Aufgeben steht für Maggie jedoch nicht zur Debatte und so bringt sie den entnervten Frankie schlussendlich doch dazu ihr Coach zu werden. Dieser erkennt schon bald das Potenzial in ihr und mit jedem weiteren Kampf wächst auch die Freundschaft der Beiden untereinander. Schon bald rückt der Titelkampf gegen die Ostdeutsche Billie „The Blue Bear“ (Lucia Rijker ) in greifbare Nähe, schließlich versprach Frankie einst, dass er Maggie helfen würde eine Millionen Dollar zu verdienen.

Als Schauspieler verkörperte Clint Eastwood oft den harten Macho und so wurde er dank Filmen wie „Diryt Harry“, oder „For a Fistfull of Dollar“ schnell zur Hollywood Ikone. Seit sich Mr. Eastwood jedoch auch hinter der Kamera zu schaffen machte, sah der Zuschauer, dass er durchaus mehr auf dem Kasten hat, als grimmig in eine Kameralinse zu blicken. Eastwoods Filme zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass er oftmals ein totgeglaubtes Genre zu neuem Glanz verhilft. So hätte wohl kaum Jemand damit gerechnet, Anfang der 90er, noch einmal einen so guten Western wie „Unforgiven“ erleben zu dürfen. Noch unvorstellbarer schien es, dass man im Jahre 2006, nach der riesigen Pleite von Michael BaysPearl Harbor“, einen weiteren Pazifik-Kriegsfilm zu sehen bekommen würde. Mit „Flags of our Fathers“ und „Letters from Iwo Jima“ bewies Eastwood das Gegenteil und zeigte der Welt gleichzeitig, dass man Geschichte auch wahrheitsgetreu wiedergeben kann, ohne dabei auf einen gewissen Patriotismus zu verzichten.

Mit „Million Dollar Baby“ nahm sich der bekennende Konservative jedoch einem Thema an, welches selbst für ihn cineastisches Neuland war. Ein Sportdrama, mit einer starken Frau in der Hauptrolle, und das beim einem Regisseur, in dessen Filmen Frauen bis dato eine eher untergeordnete Rolle spielten. Eastwood schafft es dies sehr charmant umzusetzen, indem er zu Beginn des Films den gewohnt zynischen Macho gibt, der sich erst daran gewöhnen muss mit Meggie eine Frau gefunden zu haben, die ihm auf Augenhöhe begegnet und ihm auch gerne mal Kontra gibt. Während Frankie immer mehr zu Vaterfigur für Maggie wird, wird diese zu einem Ersatz für dessen Tochter, die mit ihren Vater seit Jahren kein Wort mehr gewechselt hat.

Hilary Swank („Boys don’t Cry“, „P.S. I love you“) gibt eine wunderbare Performance, sei es als toughe Powerfrau im Ring, als frustrierte Kellnerin in einer heruntergekommenen Bar, oder als mitfühlende Gesprächspartnerin für Frankie. Neben den beiden Hauptrollen bleibt indes noch genug Platz für einen Haufen Nebencharaktere, vorne voran natürlich Morgan Freeman („The Shawshank Redemption“, „Seven“), dessen Präsens im Film auf den Zuschauer einen nicht minder bleibenden Eindruck hinterlässt, als die von Eastwood und Swank. Doch auch abseits der großen Hollywood Stars gibt der restliche Cast 100 Prozent. Zwar fehlt es Leuten wie Danger ( Jay Baruchel ), Willie (Mike Colter ) und Co etwas an Tiefe, dennoch sind sie allesamt sympathisch und im Film sehr gut verbaut.

Allerdings muss man auch ein bisschen Kritik walten lassen, denn so gut die Schauspieler auch sind, am Ende des Tages ist es doch eine sehr simple Geschichte, die man in ähnlicher Form schon in diversen anderen Streifen gesehen hat. Doch solche Kleinigkeiten können nicht von dem positiven Gesamteindruck ablenken. 

Fazit

Tolle Schauspieler in einer unterhaltsamen und gefühlvollen Geschichte. „Million Dollar Baby“ hat alles was ein gutes Sportdrama auszeichnet und gehört so in eine Riege mit Filmen wie „Remember the Titans“, “The Fighter“ und Co. Fans von guter Kinounterhaltung kommen um den Film nicht herum und selbst Leute, die dem Genre bisher ferngeblieben sind, sollten durchaus mal einen Blick riskieren, die Chancen dies zu bereuen sind sehr gering.

Autor: Sebastian Pierchalla

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