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Die 39 Stufen, einer von Hitchcocks britischen Meisterwerken, kreist um das Leitmotiv des unschudig Verfolgten, das in späteren Hollywood- Filmen des Masters of Suspense immer wieder aufgegriffen wurde.
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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Mit Die 39 Stufen ist Alfred Hitchcock (Psycho) nun endlich in seinem eigenen Filmkosmos angekommen. Dass er in seiner Karriere noch so oft einen dermaßen ähnlichen Film drehen würde, hat der britische Regisseur damals sicherlich noch nicht vermutet. Gewissermaßen könnte man den Film auch als Blaupause für einen typischen Hitchcock verstehen. Zufällig stürzt der Protagonist in eine Welt voller zwiespältiger Figuren und wird zu Unrecht verfolgt. Um seinen eigenen Kopf aus der Schlinge zu ziehen muss Richard (Robert Donat) nicht nur vor der Polizei entkommen, sondern auch die ominöse Verbrecherorganisation der 39 Stufen (übrigens das erste Mal, dass Hitchcock in seiner Handlung auf einen klassischen MacGuffin zurückgreift) enttarnen. Durch das rasche Schnitttempo des Films verschlägt es ihn dabei immer wieder zu ungewöhnlichen Orten und in brenzlige Situationen.

Die Handlung selbst ist dabei nicht sonderlich raffiniert aufgebaut, sondern folgt einer klaren, linearen Struktur, bei der jedoch Anfang und Ende einen angenehmen Bogen spannen. Erwartungsgemäß findet Hitchcock immer wieder aussagekräftige Symbole, die seine ohnehin schon sehr prägnante Bildsprache weiter unterstützen. Vor allem die Chemie zwischen den Darstellern scheint zu stimmen und so fügt sich auch die Vielzahl an agierenden Nebenfiguren angenehm stimmig in den Film ein. Auf eine ausführliche Charakterzeichnung wird dabei glücklicherweise verzichtet und so dürfen sich die meisten Figuren lediglich durch ihre Funktion definieren. Was in einem klassischen Drama undenkbar wäre, wirkt sich in diesem kurzweiligen Spionagethriller unglaublich effektiv auf den Film aus. Ja, Hitchcock scheint wie so oft weniger an der Geschichte selbst interessiert, sondern vielmehr daran diese möglichst stimmig umzusetzen und dadurch auf den Zuschauer zu übertragen.

Natürlich könnte man gewisse Kritikpunkte anführen, beispielsweise den blassen Bösewicht, der sich lediglich durch seine äußere Erscheinung auszeichnet, oder etwa die filminterne Logik selbst. Ja, die starke Anhäufung von Zufällen mag manchem Zuschauer komisch vorkommen, wirkt sich aber durchaus positiv auf den Film aus. Denn ebenso wie der bereits erwähnte MacGuffin erlaubt diese Struktur ein rasantes Tempo und spannende Wendungen. Manchmal überschlägt sich die Handlung förmlich, wenn Hitchcock durch seine elliptische Schnitttechnik gewisse Situation gar nicht vollends zeigt, sondern lediglich die Ausgangssituation und das Ergebnis präsentiert. Die 39 Stufen hat seinen ganz eigenen Charme, der dadurch entsteht, dass Hitchcock noch sehr viel ausprobiert und weniger formvollendet arbeitet wie in seinen späteren Werken. Gewissermaßen ist der Film dadurch ein ungeschliffener Diamant, den zu entdecken es sich lohnt.

Fazit

„Die 39 Stufen“ setzt auf ähnliche Elemente wie sein Vorgänger, übertrumpft diesen aber in vielerlei Hinsicht. Auch wenn der Film seine interne Logik zugunsten mitreißender Momente vernachlässigt, ist ein spannungsgeladener Spionagethriller herausgekommen, der sich den Stempel Hitchcock wahrlich verdient hat.

Autor: Dominic Hochholzer

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