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Seine stahlharten Nerven, sein großer Stolz und seine Professionalität machen ihn zu einem Profikiller, der jeden Menschen für Geld umbringt. Es handelt sich um "Agent 47", einen Mann ohne wirklichen Namen, dessen Nacken mit der Zahl 47 tätowiert ist. Doch als er sich unerwartet in einer politischen Intrige verfängt, wird er zum Gejagten und muss fortan alles daran setzen, vor Interpol und dem russischen Militär zu fliehen. Gleichzeitig versucht er die Verantwortlichen zu finden, um dem Spuk ein Ende zu bereiten.
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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Dass Videospielverfilmungen nicht unbedingt auf dem exakten Niveau anzutreffen sind, wie es etwa die gleichnamigen Vorlagen noch waren, lehrte uns bereits die Zeit, in der ein gewisser Uwe Boll darauf geradezu abonniert schien, renommierte Games wie etwa „Schwerter des Königs – Dungeon Siege“, „Alone in the Dark“ oder„Far Cry“auf die Leinwand zu projizieren und mit Nachdruck zu verschandeln. Ein Irrtum aber wäre es an dieser Stelle, Uwe Boll als Sündenbock dafür zu erklären, dass Videospielverfilmungen im Allgemeinen einen eher wenig positiven Ruf genießen, gab der in Wermerskrichen geborene Filmemacher doch freimütig zu, nie eines dieser Spiele konsumiert zu haben und dem Regiestuhl zu einer dieser Adaptionen einzig des Geldes wegen eingenommen hat: Von Herzensangelegenheiten, die kläglich gescheitert sind, brauchen wir also gar nicht erst reden. Paul W.S. Anderson hat mit seinen „Resident Evil“-Streifen aber auch kaum bessere Arbeiten abgeliefert und über die beiden „Tomb Raider“-Debakel wie auch  „Doom – Der Film“ von Andrzej Bartkowaik hüllen wir mal lieber gleich den Mantel des Schweigens.

Kommen wir lieber auf eine Ausnahmeerscheinung wie den von Christopher Gans inszenierte „Silent Hill“ zu sprechen, der 2006 wenigstens einen Funken Hoffnung für die Videospiele entfachte, die noch zukünftig ihren Weg in die Lichtspielhäuser finden werden. Und wenn es einem Franzosen schon gelungen ist, in diesem Milieu wahrlich gute Arbeit abzuliefern, dann dürfte ein anderer Franzose doch wohl auch die Möglichkeit haben, eine ebenfalls geglückte Videospielverfilmung auf die Beine zu stellen, oder? Logisch.  Xavier Gens allerdings war dazu nicht in der Lage und hat mit „Hitman – Jeder stirbt alleine“ gewiss nicht derartigen Bodensatz fabriziert, dass er mit Uwe Bolls legendären Katastrophen konkurrieren könnte. Eine handfeste Enttäuschung jedoch ist „Hitman – Jeder stirbt alleine“, weil er weder seiner Vorlage akkurate Treue verspricht, noch eine – mehr oder weniger -„eigenständige“ Geschichte zu erzählen weiß, die sich nur lose an der Grundlage der von IO Interactive entwickelten Spieleserie orientiert. Das von Skip Woods verfasste Skript hingegen versucht beide Pfade zu beschreiten und versackt im Einheitsbrei des kontemporären Action-Kinos.

Dass Agent 47 (Timothy Olyphant) in einer geheimen Organisation aufgenommen und zum versierten Supersoldaten ausgebildet wurde (Genmanipulation wird da auch eine Rolle gespielt haben), macht uns der Film in einer halbherzigen Exposition deutlich. Worin die Motivationen dieser (offensichtlich mit religiösen Fundament ausgestatteten) Vereinigung bestehen und wer diese Menschen eigentlich sind, bleibt hingegen im Verborgenen. Man könnte nun darauf plädieren, dass „Hitman – Jeder stirbt alleine“ dadurch seiner eigenen Mythologie einen ungemein mysteriösen Anstrich verleihen wollte, was auch aufgegangen wäre, würde sich der Protagonist in der gleichen Rollen befinden wie der Zuschauer und sich – wie noch im ersten Teil des Game-Klassikers – auf die beschwerliche Suche nach seiner wahren Identität begeben. So jedoch entsteht kein reizvolles Mysterium, es kursieren vielmehr Fragezeichen über den Köpfen des Publikums, die sich auch im Laufe der schnöden Handlung potenzieren. Davon mal abgesehen, macht „Hitman – Jeder stirbt alleine“ aber auch im Großen und Ganzen wenig richtig, was eine klare Spannungskurve in das Geschehen installieren könnte.

„Hitman – Jeder stirbt allein“ macht sich das Feindbild des infamen Russen zu eigen und lässt die Gedanken postwendend in Richtung Kalter Krieg schnellen, dermaßen antiquiert wird hier ein biederes Verschwörungstheorie konstruiert. Dem gegenüber stehen natürlich die auf Hochglanz geprellten Aufnahmen und der inszenatorische Wunsch, jedwede Einstellung möglichst stylisch und auffallend aufzubauen. Dass es „Hitman – Jeder stirbt alleine“ aber nicht gelingen will, den Zuschauer mitzureißen, ja, ihm wenigstens etwas Kurzweil an dem ganzen Blödsinn zu bereiten, liegt auch an Timothy Olyphant, der sich als Agent 47 als wahre Fehlbesetzung deklarieren lassen muss und seinen Asket mit Kojakplatte ermüdend steif durch das klinische Szenario stampfen lässt. Wenn es um die Action an und für sich geht, dann ist „Hitman – Jeder stirbt allein“ sich deutlich über dem Durchschnitt festzuhalten, weist mit zügigen Choreographien und deftigen Schießereien auf, bei denen die Wände wie das Inventar schnell einen blutroten Anstrich bekommen kann. Und doch hat Xavier Gens hier nur ein uninspiriertes wie austauschbares Action-Vehikel abgeliefert, dessen inkohärentes Storytelling jedem Unterhaltswert verbarrikadiert.

Fazit

Wem es bei einem Film ausreichen sollte, möglichst viel Blut durch die Luft spritzen zu sehen, der dürfte bei „Hitman – Jeder stirbt alleine“ auf seine Kosten kommen, denn unter diesem Aspekt lässt Xavier Gens keine Chance ungenutzt, um den Lebenssaft an die Wand klatschen zu lassen. Wer aber auch etwas Wert auf eine kohärente Narration, einen wenigstens im Ansatz interessanten Protagonisten (er muss ja nicht mal sympathisch sein) und wirklich einnehmende Action-Sequenzen legt, den wird „Hitman – Jeder stirbt alleine“, dieses beliebige Vehikel, auf ganzer Strecke enttäuschen.

Autor: Pascal Reis

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