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Ostfront 1944: Ein Hilferuf hat die russischen Soldaten an diesen verdammten Ort geführt. Kameraden finden sie nicht, dafür Leichenteile und bizarre Skelette. Je weiter sie in das alte Gebäude vordringen, desto mehr packt die Männer eisige Furcht. Etwas Grauenvolles muss hier passiert sein. Und dann brechen sie über die kleine Gruppe herein - Dr. Frankensteins Superkrieger.
Gestalten, denen man in seinen schlimmsten Albträumen nicht begegnet. Nur ein vollkommen krankes Hirn kann diese Ungeheuer aus Menschenteilen und Mordmaschinen ersonnen haben. Ein schneller Tod wäre eine Erlösung aus dieser bluttriefenden Hölle, doch der wahnsinnige Doktor hat andere Pläne mit den Soldaten. Er braucht frisches Menschenmaterial für seine Kreaturen...
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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Ob in Videospielen wie "Wolfenstein" oder in der Filmwelt in Titeln wie "Dead Snow" oder "Iron Sky", Nazis tauchen in Unterhaltungsmedien immer gern als übernatürliche, tote Wesen auf. "Frankenstein's Army" nennt sich nun der neueste Vertreter dieser Art, mit welchem Regisseur Richard Raaphorst zugleich seinen ersten Spielfilm abliefert.

Lange hat es zur Verwirklichung des Projekts gedauert, trotz geringem Budgets hat es aber letztendlich doch geklappt. "Frankenstein's Army" präsentiert sich im Found-Footage-Stil, welcher bekanntlich seine Vor- und Nachteile hat. Vorteil ist, dass die Macher auch mit geringen Mitteln drehen konnten und dass der Film dadurch, zumindest wenn man es richtig macht, authentischer wirkt, Nachteil sind dabei oft nervige Kameraführungen und verwackelte Bilder. "Frankenstein's Army" nutzt glücklicherweise die Vorteile der Technik und lässt Nachteile weitestgehend aus. Von Beginn an wird eine düstere Atmosphäre geschaffen, die bereits großes Unheil ankündigt. Eine Gruppe Soldaten bewegt sich auf verlassenem Land und trifft auf diverse entstellte Leichen und merkwürdige alte Maschinen. Einer aus der Gruppe dient als Kameramann, um den Einsatz zu dokumentieren. Das Bildmaterial ist in der Postproduktion des Films nochmal so bearbeitet worden, dass es durch trübe Farbfilter und dem Rattern der Filmrolle tatsächlich den Anschein macht, ein gewisses Alter zu tragen, was zur passenden Atmosphäre beiträgt.

Seine große Stärke offenbart der Film spätestens dann, sobald die Hölle ausbricht und das bizarre Kreaturenkabinett aus Dr. Frankensteins Labor Jagd auf die Soldaten macht. Auf Computereffekte wurde dabei verzichtet, jede Kreatur ist handgemacht, was man ihnen sofort ansieht und dankend annimmt. Beim Monsterdesign haben die Macher fantastische Arbeit geleistet, denn die Kreaturen, welche aus Leichen- und diversen Maschinenteilen wie Bohrer, Propeller sowie sonstigem Müll bestehen, sehen nicht nur alle unglaublich originell und einzigartig aus, man merkt ihnen allen die Liebe zum Detail an. Das Resultat, welches schnell zur Lachnummer hätte verkommen können, verfehlt sein Ziel nicht, grotesk und furchteinflössend zu wirken. Eben wie ein richtiger Alptraum.

Dazu passen auch die Kulissen, vor welchen sich das Wahnsinn abspielt. Von  kuriosen Labor- und Schlachträumen bis hin zu makaberen Leichenkammern - die Soldatengruppe wird vor gar nichts verschont. Dabei dürfen sich Horrorfans auf eine ordentliche Portion Gore freuen, "Frankenstein's Army" geht bei seinen Kills und bei der Darstellung seiner Szenerie nämlich alles andere als zimperlich um.

Leider schwächelt "Frankenstein's Army" dafür an anderen Stellen. Eine Story existiert nur lose und wird schnell zur Nebensache. Auch kümmert sich der Film wenig um die Festigung seiner Charaktere. Diese sind ohnehin alle, allein schon durch ihre unmenschlichen Handlungen zu Beginn, unglaublich unsympathisch und hassenswert (was man zwar damit rechtfertigen kann, dass Menschen im Krieg eben selbst zu Monstern werden, die Sache aber auch nicht besser macht), doch abgesehen davon gehen sie einem auch so schnell auf die Nerven durch manch sinnlose Dialoge und Konflikte untereinander.

Zur Blu-Ray: "Frankenstein's Army" ist seit dem 24. September 2013 uncut in seiner US-Fassung bei uns käuflich zu erwerben. Enthalten sind sowohl eine englische als auch eine deutsche Tonspur in DTS-HD MA 5.1, die in Sachen Sound einen ordentlichen Eindruck hinterlassen. Auch das Bild hinterlässt einen positiven Eindruck, jedoch muss man sich dessen bewusst sein, dass es sich hier um ein Low-Budget-Projekt handelt, das mit Handkameras gedreht wurde, so dass man nicht allzu hohe Ansprüche haben sollte. Abgerundet wird das Angebot durch ein rund 30-minütiges Making-Of, dem Original-Trailer sowie einer zusätzlichen Trailershow.

Fazit

Bizarr, brutal und sonderbar. "Frankenstein's Army" ist gewiss kein Film für zarte Gemüter oder für den Massenmarkt, dürfte aber, trotz inhaltlicher Schwächen, schnell eine große Fangemeinde unter Horrorfans finden, die das abgefahrene Kreaturendesign, die vielen originellen Ideen und den blutigen Alptraumtrip zu schätzen wissen werden. Trash at it's best.

Autor: Sebastian Stumbek

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