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Frankreich in den 1950er Jahren: In dem kleinen Ort Saint-Maurice denkt sich ein Arzt eine Methode aus, mit der er wohlhabende Patienten übers Ohr hauen kann: Er redet ihnen allen ein, dass sie eine Krankheit haben, von der sie noch nichts wussten. Alles läuft nach Plan, bis zwei unerwartete Dinge geschehen: Die Liebe klopft an die Tür, während gleichzeitig eine Gestalt aus der Vergangenheit erscheint, die ihn erpresst.
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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Das Theaterstück Knock von Louis Jouvet (Les Abysses) wurde 1923 das erste Mal auf einer Bühne aufgeführt und feierte 1951 auch als Spielfilm Premiere. Die Neuinterpretation durch Lorraine Lévy (Der Sohn der Anderen) fand 2017 ihren Weg ins Kino und besetzt dabei die Rolle des spitzbübischen Arztes mit Omar Sy (Ziemlich beste Freunde). Der Film beginnt abrupt in einer für Knock nicht gerade angenehmen Situation, die in einer Flucht auf ein Schiff endet, welches verzweifelt einen Schiffsarzt für die nächsten 6 Monate sucht und Knock anheuert, der von Medizin nicht viel Ahnung hat. Getreu dem Motto ‚learning by doing‘ eignet sich Knock in den folgenden Monaten nützliches Wissen in entsprechenden Gefilden an; entweder durch Informationen seiner Patienten, Lehrbüchern oder dem puren Ausprobieren verschiedener Praktiken. Was mit einer gehörigen Portion an schwarzem Humor beginnt, zieht sich auch im darauffolgenden Teil des Films als roter Faden durch Drehbuch und Dialoge.

Nun wirklicher Arzt übernimmt Knock die Praxis eines Arztes in dem entlegenen französischen Dörfchen Saint-Maurice und schnell wird klar, dass vor allem Profit an erster Stelle bei dem frischgebackenen Mediziner steht. Schamlos inszeniert Lévy die teilweise unangenehm flach anmutende Rolle des Knock, der mit einer kostenlosen Sprechstunde pro Woche die Bewohner der Stadt lockt, ihnen voller Ernsthaftigkeit Krankheiten einredet, nur um ihnen dann das Geld aus der Tasche für weitere Behandlungen zu ziehen. Zweifel und Misstrauen hegt lediglich der örtliche Priester und auch, dass der neue Arzt der einzige dunkelhäutige Mensch in der näheren Umgebung ist, stößt weder auf Misstrauen noch den Rassismus, den man auch heutzutage noch in ländlicheren Gebieten vorfindet. Lévy versäumt es hier also offensichtlich Kritik an den Machenschaften von Knock zu üben, verhüllt seine verwerflichen Ziele und Antriebe mit einem Mantel aus Humor, einer charmanten kleinen Liebesgeschichte und der Sympathie, die die Dorfbewohner für Knock hegen.

Außer der interessanten Prämisse, einer netten musikalischen Untermalung von Cyrille Aufort und sympathischen Darstellern wie Omar Sy und Ana Girardot (Escobar: Paradise Lost), bietet Docteur Knock also dasselbe wie die meisten französischen Komödien: Eine spezielle Art von Humor, vermischt mit atmosphärischen Einstellungen, die den Zuschauer eine gewisse Sehnsucht nach der malerischen Kulisse Frankreichs vor dem Fernseher einpflanzen und das Gefühl, seine Zeit zwar nicht verschwendet zu haben, aber aus den knapp 95 Minuten auch nichts gewonnen zu haben. Die Spannungskurve, die der Film gegen Ende durchläuft, wurde so auch schon dutzende Male auf die Leinwand gebannt und dient lediglich zum Abschluss der Vergangenheit von Knock, mit dem Ziel, dass er sich jetzt vollkommen auf Geldmacherei konzentrieren kann. Sein Fahrrad hat er ja schon gegen ein modernes Vehikel getauscht.

Fazit

Das pharmazeutische Feld hat meistens nichts für Lau zu bieten – "Docteur Knock"  allerdings verschenkt hier an allen Ecken wertvolles Potenzial und entwickelt sich nicht zu einer kritischen Aufbereitung diverser Themen. Die medizinische Ausbeutung und mangelnde Aufklärung der Patienten ist weiterhin ein aktuelles Thema, dem sich der Film verweigert und lieber versucht ein humoristischer Feel-good Film zu sein. Das gelingt, aber in altbekannter und langweiliger Form.

Autor: Miriam Aissaoui

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