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Christopher Robin ist erwachsen, hat sein eigenes Leben, einen Job und eine Familie. Eines Tages trifft er seinen alten Kindheitsfreund Winnie Pu wieder, was ihn in längst vergangene Zeiten versetzt. Christopher muss in den Hundertsechzig-Morgen-Wald zurückkehren und Pu bei der Suche nach seinen verlorenen Freunden helfen.
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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Sprechende Bären erobern das Kino zurück. Der honigliebende Winnie Puuh, fiktionale Kreation von A.A. Milne und Held gleich mehrerer Generationen von Kindern, war zuletzt 2011 im Zeichentrickformat auf der großen Leinwand zu sehen und wird in Christopher Robin (2018) nun Protagonist einer Fortsetzungsgeschichte: Der titelgebende Held erwächst vom Jungen zum Manne und muss seine tierischen Freunde dafür hinter sich lassen. Er gründet eine Familie, erlernt einen Job und, ja, zieht in den Krieg. Nach der Eröffnungsszene des Films, in der wir einem Abschiedsfest für Christopher Robin beiwohnen, macht Regisseur Marc Forster (Monster's Ball) direkt klar, mit was für einer Art Kinderfilm wir es hier zu tun haben.

Denn auch dem Hundert-Morgen-Wald, in den Christopher auf der Suche nach dem tapsigen Bär schließlich wieder hineinstolpert, ist sein Zauber entrissen worden. Jahrzehnte sind ins Land gegangen und mit ihnen sind die bunten, freundlichen Farben verblichen, die Felder und Wege liegen brach und scheinen wie ausgestorben. Der Mythos der heilen Welt, für den Kinder die Abenteuer von Winnie Puuh und seinen Freunden stets liebten, scheint sich als Lüge entpuppt zu haben, ist eingerissen und liegt begraben in den finsteren, nebelverwaberten Bildern dieses Weltenentwurfs. Kinder dürften schwer überfordert sein mit diesem ersten Drittel des Films, das uns selbst das Bild von Christopher im schlammigen Schützengraben nicht vorbehält. 

Bis Christopher die eigene Trübseligkeit, und damit die seines Films, überwindet, bewegt sich dieser stilistisch näher an der Schwermut von Spike Jonzes Where The Wild Things Are als an der Version einer Winnie-Puuh-Adaption, die das dem Film vorausgehende Disney-Logo vermuten lässt. Ein Vergleich, den der Film am Ende natürlich verliert, aber in Bezug auf sein emotionales Potential trotzdem nicht scheuen muss. Die neu entfachte Freundschaft zwischen Christopher und Puuh ist das Herz der Geschichte und wenn die beiden sich zur Mitte des Films auf ihrem umgestürzten Baumstamm wiederfinden, inszeniert Forster die wahrscheinlich schönste und rührendste Umarmung des ganzen Kinojahres.

Selbstverständlich gilt es ab diesem Moment der Wiedervereinigung die jungen Zuschauer zu versöhnen, mit einem furiosen, nun auch an die beliebten Paddington-Abenteuer erinnernden Finale, an dessen Ende sich der Film dann leider in einer unangenehm süßlichen Szene gleich mit allem und jeden versöhnen möchte.  Einen ähnlich bitteren Nachgeschmack hinterlässt der Schlussmoment, der Christopher Robin in seinen ikonischen Kinderklamotten auftreten lässt; ein vielleicht nur lieb-gemeint nostalgisches, aber befremdliches Bild von nun auch wortwörtlicher Rücktransformation. Sich das Kind-sein im Inneren zu bewahren, so eigentlich die sehr deutliche Botschaft des Films, ist scheinbar doch nicht genug. 

Fazit

Ein düsterer Kinderfilm, der in verblassten Farben von ähnlich verblassten Kindheitsträumen erzählt - das Steuer zugunsten seines Zielpublikums aber noch rechtzeitig herumreißt. Dank großer Animationskunst und einem absolut liebenswerten Bären ist das immer noch ein sehr sehenswertes, wenngleich zuweilen zwiespältiges Abenteuer.

Autor: Nikolas Friedrich

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